Sven Lehmann (MdB) besucht Fach-Werk-Minden e.V.

 

Am Samstag, den 18.01 besuchte der Bundestagsabgeordnete der GRÜNEN, Sven Lehmann, gemeinsam mit dem Landratskandidaten der GRÜNEN Minden-Lübbecke, Siegfried Gutschte, den Verein Fach-Werk-Minden e.V. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bieten dort täglich den Treffpunkt U25 an, bei dem sie sich schwerpunktmäßig in den Bereichen Ausbildung und Berufsorientierung für Jugendliche unter 25 Jahren engagieren. Bei dem Gespräch tauschten sich Mitarbeiter, Teilnehmende und Politiker über den Ablauf des Projekts, Erfolge und Schwierigkeiten aus. „Manche Jugendliche wohnen in ländlichen Regionen, in denen der öffentliche Nahverkehr sehr ausbaufähig ist“, berichtete der Leiter des Standortes Petershagen. Um an dem Projekt teilzunehmen, müssen sich die Jugendlichen regelmäßig Taxibusse bestellen oder von den Sozialarbeitern zuhause abgeholt werden. Ein Problem, das nicht direkt das Projekt betrifft, aber dennoch einen einwandfreien Ablauf erschwert.

Ein weiteres Thema war die Kürzung von Sozialleistungen, die vorgenommen werden, wenn die Jugendlichen zusammen mit ihren Eltern wohnen, die Eltern Sozialleistungen beziehen und die Jugendlichen eine Ausbildung beginnen. Die Jugendlichen und Eltern bilden dann eine Bedarfsgemeinschaft und das Jobcenter behält bis zu 80 % des Gehaltes der Jugendlichen ein. „Politisch wäre es richtig, die Bedarfsgemeinschaften aufzulösen und jeden Menschen als Individuum zu betrachten.“, sagte Sven Lehmann „Gerade junge Menschen, die Probleme in der Schule hatten, denen nicht alles zugeflogen ist, müssen die Erfahrung machen, dass sich ihre Arbeit lohnt, dass an sie geglaubt wird und dass sie wertvoll für die Gesellschaft sind!“ Genau diese Ziele verfolgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Treffpunkt. „Ich möchte gerne die Lobbyistin dieser jungen Menschen sein“, plädierte eine der Mitarbeiterinnen. Dafür seien Projektverlängerungen und sichere Arbeitsplätze der Angestellten des Treffpunkts unabdingbar. Denn durch immer kürzere Projektlaufzeiten gäbe es immer weniger Fachkräfte, die sich für das Berufsfeld Sozialarbeit entscheiden, betonten die Mitarbeiter vor Ort.

„Und genau da müssen wir ansetzten“, erwiderte Siegfried Gutsche, „wir als Kommune müssen uns noch mehr für die Zukunft dieser jungen Menschen einsetzten – konkret und finanziell“. Auch Sven Lehmann ist beeindruckt von der Arbeit vor Ort und spricht sich dafür aus, dass der Verein Fach-Werk-Minden e.V. weiter gefördert werden sollte!

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