Siegfried Gutsche

Dafür stehe ich. Siegfried Gutsche im Video-Interview mit dem Hiller Anzeiger
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Landratskandidat Siegfried Gutsche mit seiner Frau Gabriele Rausch
Seit 29 Jahren ist meine Frau meine große Stütze und Vertraute bei allen wichtigen Dingen und Entscheidungen in meinem Leben. Dafür danke ich ihr sehr herzlich.

Junge Landwirte verdienen mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung
Am 29.06.2020 fand ein interessanter Gedanken und Meinungsaustausch auf dem Hof Aping in Westrup zwischen jungen Landwirt*innen und Siegfried Gutsche statt.„Uns geht es darum, mehr Transparenz und Verständnis für unsere Arbeit, die wir mit viel Leidenschaft betreiben, zu erzeugen.“ sagte Julian Aping bei einem Rundgang durch seinen vor vier Jahren neu, aufgebauten Betrieb. „Deshalb bin ich zu Ihnen gekommen.“ ergänzte Siegfried Gutsche. „Ich setze mich dafür ein, dass sich die Politik im Kreis Minden-Lübbecke, aber auch die Menschen, wieder mehr mit der Situation und der Zukunft der Landwirtschaft hier vor Ort befassen.“Im Anschluss daran erklärte Florian Röttger sehr eindrucksvoll, wie er mit der Direktsaat und dem Einsatz eines Totalherbizides, das natürliche Habitat des Bodens schützt und unterstützt.Nina Keßmann berichtete, dass sich die Direktvermarktung Ihrer Produkte mit dem eigenen Hofladen positiv entwickelt hat. Die Anzahl der Menschen im Kreisgebiet, die regionale Produkte vom Hof kaufen wollen, hat zugenommen.Auf dem Bild (von links nach rechts stehend): Julian Aping, Florian Röttger, Nina Keßmann, Siegfried Gutsche, Patrick Felber, Matthias Hafer, Mirko Schmale und Kim Grötemeier (nicht auf dem Bild sind Lars Bunge, Jannik Beckmann, Florian Stegmann)                                                                   Bild: J. ApingNatürlich wurde in dem Gespräch auch kritisch über die Themenbereiche konventionelle Tierhaltung und Düngung gesprochen. Insbesondere der Begriff der konventionellen Tierhaltung bedeutet nicht automatisch Massentierhaltung, mit dem die Junglandwirte nicht weiter konfrontiert werden möchten. Es herrschte Einigkeit darüber, dass zukünftig an diesen Themen gearbeitet werden müsse. Die jungen Landwirte machten an dieser Stelle aber auch deutlich, dass sie die Anzahl der Tiere in den Ställen bereits schon heute deutlich reduziert haben. Dieses positive Beispiel konnte Siegfried Gutsche auf der Hofanlage Aping deutlich erkennen.Die vorhandenen Probleme der Landwirtschaft können allerdings nur gemeinsam mit den Landwirt*innen, der Politik und den Verbrauchern gelöst werden. Obwohl für viele Vorgaben das Land, der Bund und die Europäische Union verantwortlich sind, ist es nach Auffassung von Siegfried Gutsche wichtig, dass wir zukünftig ein neues Format für die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Politik hier im Kreis entwickeln. „Ich möchte einen Beirat initiieren, der sich ausschließlich mit landwirtschaftlichen Themen im Kreisgebiet befasst und den Kreistag des Kreises berät. Der vorhandene Naturschutzbeirat hat andere, wichtige Aufgabenfelder.“ so Siegfried Gutsche. „Darüber hinaus ist der Erhalt der bäuerlichen Strukturen in unserem  Mühlenkreis ein wichtiges Kulturgut, welches es zu bewahren gilt.“


Draht zum Drahtesel

Zeit für’s Radeln, Kopf frei und Alternative zum Auto
Siegfried Gutsche, unser Landratskandidat im Kreis Minden-Lübbecke im Gespräch mit Dana und Sebastian Rohlfing über Fahrradfahren mit HindernissenDas Interview haben wir bereits vor der Covid-19-Situation durchgeführt. Wir alle hoffen auf eine Zukunft, in der Radfahren in der Gruppe wieder möglich ist. Aktuell kann das Radfahren als Ausgleichssport genutzt werden. Einmal tief Luft holen und den schönen Mühlenkreis durchqueren. Natürlich gelten auch hier die Regeln zum Sicherheitsabstand, denn aktuell müssen nicht nur die Autofahrer diesen einhalten. Völlig unabhängig von Covid-19 hat der Deutsche Wetterdienst am 17.03.2020 eine virtuelle Pressekonferenz gehalten in der klar wird: Es wird wärmer und wärmer. https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2020/20200317_pressemitteilung_klima_pk_news.html . Also haben wir uns entschieden, Ihnen das Radfahren als Alternative zum Auto schmackhaft zu machen und das Interview zu veröffentlichen. Siegfried Gutsche (S.G.): Sebastian, was ist mit der Schwimmnudelveranstaltung gemeint?

  • Sebastian Rohlfing (S.R.): Seit 01.01. ist beim Überholen von Radfahrern 1,5m Sicherheitsabstand vorgeschrieben. Da hält sich aber keiner dran. Daher die Idee mit den Schwimmnudeln. Auf den Gepäckträger geklemmt, Abstand fertig. (lacht).

S.G.: Du fährst jeden Tag bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit. 21km über Land bzw. Feldwege. Wie kommst du darauf?

  • S.R.: Grün angehaucht sind wir beide schon lange, seit wir zwei Kinder haben ist uns das Klimathema deutlich bewusster geworden.
  • Dana Rohlfing (D.R.): schon beim Renovieren unseres Hauses haben wir auf regenerative Energien gesetzt.
  • S.R.: Wir nutzen Holzpellets und Sonne aus der Region. Also die Holzpellets, nicht die Sonne (lacht). Im Ernst, anfangs bin ich mit dem Auto zur Arbeit gefahren und habe durch die ganzen Staus für 23km 45-60min. benötigt.

 S.G.: Da wünscht man sich Schienenverkehr…

  • S.R.: ja, das im Stau-Stehen geht auf die Laune. Die Zeit fehlte mir dann für meine Familie und meinen Sport.

 S.G.: Wie lange bist du jetzt mit dem Fahrrad unterwegs?

  • S.R.: ich fahre mit meinem E-Fahrrad rund 45 Minuten für eine Strecke und bin seitdem total ausgeglichen. Sowohl auf der Arbeit als auch privat. Morgens über die Feldwege fahren bei Sonnenaufgang – das ist für mich das Schönste.

S.G.:    Und bei Regen…?

  • S.R.: Da fahre ich tatsächlich mehr befestigte Straßen, obwohl mir da oft mulmig ist, da die Autos kaum Rücksicht nehmen. Mein großer Wunsch:   Radwege wie in den Niederlanden.    

S.G.:    Tatsächlich wurdest du im Dezember auf dem Weg zur Arbeit angefahren.

  • S.R.: Ja, das war in Kirchlengern, an der Kreuzung Richtung Ulenburg. Ich hatte Vorfahrt und wurde nicht gesehen, obwohl ich schon echt gute Lichter habe. Ein Auto hat mich angefahren und über beide Spuren der Hauptstraße geschoben. Glücklicherweise kam dort gerade kein weiteres Auto.
  • D.R.: Da muss ich schon tief durchatmen und daran denken, wie gut dir die frische Luft tut. Wenn ich die Geschichten höre oder mir die Fahrradwege ansehe, denke ich: „fahr‘ lieber mit dem Auto“. Bei Sturm Sabine beispielsweise will ich nicht, dass du mit dem Fahrrad fährst.

S.G.: was ist denn euer schönstes Erlebnis mit dem Fahrrad gewesen?

  • D.R./S.R.: (wie aus einem Mund) unser Urlaub letztes Jahr.
  • D.R.: wir sind mit unseren Kindern sternförmige Touren von unserem Wohnort aus gefahren. Unsere Jungs kamen raus und weg von den Medien. Wir alle staunten, wie schön unsere Umgebung ist und waren an der frischen Luft. Machen wir dieses Jahr wieder.

S.G.: Ich selber bin nicht so sportlich wie ihr, ich bin eher der Öffentliche Nahverkehr-Typ (lacht).

  • D.R.: auch ein wichtiges Thema, unsere Söhne sind 11 und 14. Beide haben durch unseren Urlaub das Radfahren entdeckt, aber die Busverbindungen im Mühlenkreis sind echt lachhaft. Also bin ich neben meiner Selbständigkeit noch ehrenamtliche Taxifahrerin für meine Kinder. Für die Kinder mache ich das gerne, für die Umwelt will ich das aber nicht. Ich wünsche mir ein funktionierendes Busnetz. Im besten Fall ein intelligentes, das durch Algorithmen an die Bedürfnisse der BürgerInnen gekoppelt ist. Die Studien dazu gibt es. Mit heutiger IT kann das möglich sein.

S.G.: In Tirol gibt es ein Ganzjahresticket für alle Züge, Busse und Bahnen (die natürlich im Pendelverkehr fahren) für 499 EUR. Es wird geworben mit: „Wer jetzt noch Auto fährt, ist selber schuld!“

  • S.R.: das ist super. Lasst uns alle grün wählen, dann wird das was. (lacht)
  • D.R.: wir sparen auch viel Geld, seit Sebastian mit dem Rad, statt mit dem Auto zur Arbeit fährt.

S.G.: Dann legen wir mal los und investieren mehr Geld in Radwege und den öffentlichen Nahverkehr. Dann kann jeder ruhig schlafen. Gemeinsam können wir ja mit einer Schwimmnudelaktion starten. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt.

Sebastian empfiehlt eine tolle Fahrrad-App (freeware) namens komood.


Die GRÜNEN Minden-Lübbecke wählen ihren Landratskandidaten

Am 02. Oktober 2019 wählte die Kreismitgliederversammlung der GRÜNEN in Minden-Lübbecke Siegfried Gutsche als Landratskandidaten für die Kommunalwahl 2020. „Wir sind ein Kreis, der gute Zukunftsperspektiven hat!“, sagte Gutsche nach seiner erfolgreichen Wahl.

Siegfried Gutsche aus Lübbecke

Siegfried Gutsche ist 66 Jahre alt und schon seit langer Zeit in der Kommunalpolitik aktiv. Bereits 1991 wurde Gutsche Mitglied bei den GRÜNEN. Von 1991 bis 2004 war er Mitglied im Stadtrat und seit 2009 ist er Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Als Fachkrankenpfleger für Intensiv- und Anästhesiepflege liegt sein Themenschwerpunkt im Gesundheitswesen. Doch auch der Klimaschutz und sozialpolitische Themenfelder liegen Siegfried Gutsche sehr am Herzen.

Landratskandidaten unter sich. Siegfried Gutsche GRÜNER Landratskandidat für Minden-Lübbecke und Robin Wagener GRÜNER Landratskandidat für Lippe

„Wir müssen die Ärmel hochkrempeln“, sagte Gutsche, „aber es ist möglich einige unserer sozial-ökologischen Themen in 15 Jahren umzusetzen!“ Beispielsweise sollen ländliche Konzepte realisiert, der ÖPNV verbessert und auch die Wohnungsfrage geklärt werden. Verwaltung, Wirtschaft und Politik müssen für die Erreichung der Ziele transparent zusammenarbeiten, damit auch die Bürgerinnen und Bürger des Mühlenkreises die Möglichkeit haben, Entscheidungen nachzuvollziehen und sich zu beteiligen.