Wahlprogramm

Siegfried Gutsche, Ihr Grüner Landratskandidat redet Klartext.

Liebe Minden-Lübbecker Bürgerinnen und Bürger,

heute stelle ich Ihnen mein Wahlprogramm vor und verspreche Ihnen: Werde ich Landrat, kümmere ich mich um Sie und Ihre Anliegen. Ich möchte ein funktionierendes und gerechtes Gesundheitssystem im Mühlenkreis, Bildung für alle, Integration und natürlich eine Stärkung der Wirtschaft erreichen. Natürlich alles mit dem grünen Gedanken des Umweltschutzes untermauert. Mit mir wählen Sie einen verantwortungsvollen, zielstrebigen und flexiblen Landrat für Minden-Lübbecke.

Die Kommunalwahl am 13.09.2020 ist eine wichtige Richtungswahl für die Zukunft unseres Kreises. Es geht um die Gestaltung einer klimagerechten, sauberen Umwelt und um eine Politik für Sie, also die Menschen im Mühlenkreis. Als Landratskandidat verfüge ich über Professionalität und versichere Ihnen schwierige Situationen zu meistern und die Zukunft des Kreises umsichtig zu gestalten.

Mit meinen mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Kommunalpolitik bringe ich innovatives Agieren und besonnenes Handeln mit. Beides sind gefragte Qualitäten, und besonders in den vergangenen Monaten mit der Situation rund um Corona hat sich gezeigt: Für viele Menschen im Kreisgebiet war die Zeit nicht einfach zu bewältigen. Gemeinsam und mit Zusammenhalt konnten und können wir auch schwere Zeiten bewältigen. Mit neuen Situationen umzugehen und diese mit fachlicher Unterstützung der entsprechenden Stellen zu lösen, liegt mir sehr.

Mein Werdegang ist geprägt von meinem Wissensdurst und dem Wunsch nach lebenslangem Lernen. Neue Situationen haben mich geformt und gefordert, angespornt und mich in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung weitergebracht.

Als Familienvater von 3 Kindern weiß ich wie wichtig es ist, Struktur und einen Plan zu haben. Ich weiß auch, dass es ebenso wichtig ist, alternative Lösungen zu denken und flexibel zu handeln. Menschen sind mir wichtig und gehören zu meiner Arbeit im Gesundheitswesen wie das Gelbe ins Ei.

Der Kreis Minden-Lübbecke hat sehr viel Zukunftspotential. Die Weiterentwicklung des Kreises möchte ich mit all meiner Kraft unterstützen. Es ist an der Zeit, dass ein echter Politikwechsel, durch die Wahl eines grünen Landrates stattfindet. Ich bitte Sie deshalb um Ihre Stimme bei der Landratswahl am 13. September 2020.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gerne telefonisch unter 0151/51679070. Natürlich können Sie mir auch eine E-Mail an siegfried.gutsche@web.de senden.

Ich freue mich auf den Austausch.

Ihr Siegfried Gutsche

Meine politischen Ziele:  

Umwelt- und Klimaschutz

Der Ausstoß von Treibhausgasen muss drastisch reduziert werden, da die vom Menschen verursachte Klimakrise sonst zur Klimakatastrophe wird. Auch im Mühlenkreis  erfahren wir einen ganzjährigen  Anstieg der Temperaturen mit starker Trockenheit. Schon heute nehmen weltweit extreme Wetterereignisse wie Stürme, Hitze und Dürren stark zu.

Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die kreisweit alle Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft, Verwaltung, Politik, Dienstleister, Verkehrsteilnehmer und die Landwirtschaft gemeinsam übernehmen müssen. Es geht um unser Leben, und das der nachfolgenden Generationen. Und natürlich ist Klimaschutz wichtig, um die Erhaltung der Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt.

Konkret bedeutet das:

  • Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes des Kreises (IKSK) unter Beteiligung aller 11 Kommunen
  • Erstellung einer Energiebilanz für den gesamten Kreis, inkl. der kreiseigenen Liegenschaften. Daraus folgernd und dem IKSK entsprechend ist ein Energieeinsparungskonzept entwickeln, um durch entsprechende Maßnahmen den Energieverbrauch im Kreis bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren und die CO2-Emissionen entsprechend deutlich zu reduzieren.
  • Sauberes Grundwasser für Minden-Lübbecke. Rund 40 Prozent der Grundwasserkörper in NRW sind mit Nitrat Düngen, etwa mit Gülle, gilt als eine Hauptursache dafür. Bei 31,6 Prozent der Messstellen wird der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter (mg/l) überschritten. Auch in unserem Kreis gibt es stark belastete Bereiche. Die Problematik will ich im engen Austausch mit der heimischen Landwirtschaft und der Landwirtschaftskammer thematisieren und im besten Fall lösen.
  • Viele Land- und Forstwirtschaften, Natur- und Umweltschutzverbände sowie Bürgerinnen und Bürger des Kreises bemühen sich teilweise seit Generationen um die Hege und Pflege unseres ländlich geprägten Kreises. Sie tragen zum Artenschutz in Wald, Feld, Flur und Mooren bei. Deshalb werde ich mich besonders für eine stärkere Unterstützung dieser Personengruppen einsetzen. Ich werde dafür sorgen, dass mehr Fördermittel vom Land, Bund und der EU für Naturschutzprojekte im Kreis eingeworben werden.
  • Ich setze mich für umweltfreundliche Mehrwegverpackungen ein und fordere eine Reduzierung von  umweltschädlichen Aluminiumdosen bei Getränken. Die heimische Getränkewirtschaft muss bei ökologisch und wirtschaftlichen Konzepten einbezogen So können vermehrt Produkte in wiedernutzbaren Glasflaschen abgesetzt werden. Getränke „Made im Mühlenkreis“ sind ein weiterer positiver Effekt.

Energiewende

Ich möchte die ökologische und ökonomische Energiewende im Kreis Minden-Lübbecke einleiten. Im Gegensatz zu anderen Regionen haben wir gute Voraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen. Ich will, dass 70 Prozent der notwendigen Energie innerhalb der nächsten 15 Jahre hier im Kreis unter ökologischen Grundsätzen erzeugt wird. Dazu werde ich ein entsprechendes Energiekonzept erstellen.  Vorrang haben  alternative Energien (Windkraft, Solarenergie, Kraft-Wärme-Kopplung, Erdwärme, Brennstoffzellen).

Das Ziel: Energieautarker Kreis Minden-Lübbecke im Jahr 2040

Gesundheit

  • Als Gesundheitsexperte arbeite ich seit 11 Jahren im Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken.
  • Der Erhalt der Mühlenkreiskliniken in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft ist ein sehr wichtiges Ziel, dass ich mit dem Landratsamt verbinde. Ich werde mich dafür einsetzen, dass zumindest die Hälfte der vom Kreistag vor Jahren beschlossenen und bisher nicht gezahlten 20 Millionen Euro dem Konzern zugeführt wird. Damit will ich vor allem den wirtschaftlichen Druck, der auf den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mühlenkreiskliniken lastet, abbauen.
  • Als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Mühlenkreiskliniken werde ich mich intensiv für die unseren Kliniken zustehenden Fördermittel des Landes NRW einsetzen. Der Investitionsstau hinsichtlich dringend notwendiger Sanierungsmaßnahmen kann nicht weiter aus hauseigenen Mitteln und zu Lasten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finanziert werden.
  • Als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Mühlenkreiskliniken werde ich eine engere Kooperation mit den öffentlich-rechtlichen Kliniken in OWL anstreben.
  • Ich setze mich dafür ein, dass der Studienstandort der Ruhr-Universität-Bochum an den Mühlenkreiskliniken ausgebaut wird und damit verbunden eine intensive Förderung der angehenden Medizinerinnen und Mediziner erfolgt, um diesen Personenkreis zu einem Verbleib in der Region zu veranlassen.
  • Nach den Vorgaben des Altenhilfeplans für den Kreis Minden-Lübbecke werde ich darauf achten, dass die ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen der demographischen Entwicklung, die durch einen starken Anstieg der älteren Bevölkerungsgruppe im Kreis gekennzeichnet ist, Rechnung tragen.
  • Die an der Akademie für Gesundheitsberufe etablierten Ausbildungsgänge für Pflegeberufe müssen ausgebaut werden. Weitere Träger für die Ausbildung in Pflegeberufen müssen insbesondere unter Beteiligung privater Altenheimbetreiber aktiviert werden. Dazu gehören auch Ausbildungsgänge für die Pflegeassistenz. Ich strebe an, zusätzliche Kurse für diese einjährige Ausbildung neben Minden auch am Standort des Lübbecke Krankenhauses anzubieten.
  • Als Landrat werde ich mich um die zukünftige Situation der ambulanten Versorgungsstrukturen mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten befassen.

Leben und Arbeiten im Mühlenkreis

  • Der Kreis Minden-Lübbecke ist für die Menschen ein attraktiver Raum zum Leben und Arbeiten.
  • Die Zukunftsregion Minden-Lübbecke kann mit den Herausforderungen Klimawandel, regenerative Energieerzeugung, Digitalisierung und Gesundheitsversorgung erfolgreich gelingen. Als Landrat stehe ich für eine innovative Entwicklung des Kreises.

Wirtschaft – neue Formate gemeinsam entwickeln

  • Ein elementares Zukunftsthema ist auch für den Mühlenkreis die Weiterentwicklung der Arbeitswelt, die sich in rasantem Tempo verändert.
  • Der Kreis Minden-Lübbecke benötigt dafür unter anderem einen zeitnahen, besten Netzwerkausbau, der zu meinen wichtigsten Zielvorgaben gehört.
  • Wir benötigen eine intensivere Zusammenarbeit der Wirtschaft mit Politik und Verwaltung. Gemeinsame Strategien sind zeitnah zu entwickeln. Dazu werde ich mit den Vertretern der Wirtschaft konkrete Sachthemen und Projektideen erörtern.
  • Vor Ort müssen vor allem junge Menschen qualifiziert werden. Dazu gehört für mich die Ausweitung von Fachhochschulstandorten im Kreis Minden-Lübbecke in Zusammenarbeit mit der hiesigen Wirtschaft. Zudem benötigen wir im Kreis eine zweite Fachhochschule. Da ich mich mit diesem Thema seit längerer Zeit befasse, werde ich das Landratsamt nutzen, um ein derartiges Leuchtturmprojekt für den Kreis Minden-Lübbecke voranzutreiben.
  • Neue Konzeptideen sind unter Berücksichtigung von Klimazielen und Umweltschutzaspekten zu realisieren. Der Kreisbaudezernent hat die Idee zur Errichtung eines sogenannten Smart Recycling Factory. Dabei erhalten auch neu gegründete Firmen die Möglichkeit, Lösungen wie zur Vermarktung von recycelten Abfallbestandteilen zu entwickeln. Ein derartiges Center ist für den Kreis und bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal. Deshalb werde ich die Realisierung dieses Konzeptes anstreben.

Sport – faires Spiel und fit bleiben

  • Auch als Landrat werde ich weiterhin intensiv im Arbeitskreis Sport mit dem Kreissportbund und den angeschlossenen Vereinen zusammenarbeiten. Seit vielen Jahren bin ich sportpolitischer Sprecher meiner Kreistagsfraktion.
  • Förderung und Unterstützung der Sportlerinnen und Sportler sowie ihrer Vereine im Mühlenkreis.
  • Entwicklung neuer Konzepte zur Führung von Sportvereinen / „Hauptamtliche Kräfte“
  • Unsere Handball-Bundesligamannschaften sind ein bundesweit ein Aushängeschild für den Mühlenkreis. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die beiden Mannschaften weiterhin Unterstützung vom Kreis erhalten.
  • Unterstützung der erfolgreichen Arbeit des Kreissportbundes
  • Meine Idee, ein Sportinternat im Kreis zu errichten, soll innerhalb der anstehenden Wahlperiode umgesetzt werden. Mir ist bekannt, dass dieses Thema von weiteren sportbegeisterten Menschen weiterentwickelt wird. Hier werde ich gerne unterstützen.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

  • ÖPNV im ländlichen Raum neu denken und weiter entwickeln, denn dieses Thema ist eine große Herausforderung für den gesamten Kreis Minden-Lübbecke. Andere Kreise mit ähnlich ländlicher Struktur sind uns einige Schritte voraus. Wir müssen jetzt dringlich ein neues kreisweites ÖPNV-Konzept entwickeln. Wir benötigen auch im ländlichen Raum die Verkehrswende, wobei der individuelle PKW-Verkehr in unserer Region auch weiterhin eine Berechtigung haben wird. Zu meinen konkreten Zielen gehören die nachfolgenden Stichpunkte:
    • Neue ÖPNV-Modelle aus Modellregionen (z.B. Kreis Heinsberg)auf unseren Kreis übertragen, insbesondere durch Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel.
    • Verbesserung des Busverkehrs / Engere Zeittaktung
    • Zusätzliche Bahnhaltepunkte (z.B. Eurobahn im Industriegebiet Lübbecke)
    • Regionalbahn Minden/Nienburg mit zusätzlichen Haltepunkte in Heimsen und Windheim)
    • Moderne Schnellbahnverbindung Minden – Lübbecke als Pilotprojekt mit Fördermitteln aus Land, Bund und EU einrichten.
    • Fahrradkonzept für den Kreis in enger Kooperation mit den Kommunen zügig weiter entwickeln.
    • Reaktivierung der Bahnstrecke Rahden-Sulingen-Bassum-Bremen
    • Anbindung des Schienenverkehrs von Bad Holzhausen / Pr. Oldendorf zur Wittlager Bahnstrecke nach Bohmte /Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO).

Junge Menschen

  • Immer mehr junge Menschen engagieren sich weltweit für den Klima- und Umweltschutz, weil ihnen klar ist, dass die starken Belastungen unserer Umwelt deutlich reduziert werden müssen.
  • Auch in unserem Mühlenkreis gibt es junge Menschen die sich an den Fridays for Future-Aktivitäten beteiligen. Junge Menschen müssen deshalb an der Gestaltung unserer Zukunft vor Ort stärker miteingebunden werden.
  • Deshalb ist es völlig richtig, dass junge Menschen ab dem 16. Lebensjahr bei der diesjährigen Kommunalwahl wahlberechtigt sind. Denn die Jugend ist unsere Zukunft. Auch deshalb soll der Aufbau eines weiteren Fachhochschulstandortes und die Errichtung eines Sportinternats im Kreis Minden-Lübbecke stattfinden.
  • Förderung der offenen Kinder- und Jugendkulturarbeit
  • Verbesserung der Grundausstattung an den Schulen des Kreises, insbesondere digitale Endgeräte und schnelles W-LAN.
  • Gesundes Essen an allen Schulen und Kindergärten

Landwirtschaft

  • In unserer ländlich geprägten Region ist die Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Darüber hinaus ist der Erhalt der bäuerlichen Strukturen in unserem Mühlenkreis ein wichtiges Kulturgut, welches es zu bewahren gilt.
  • Ich möchte intensive Kontakte zu den Landwirtschafts-Vertretern und auch zu Junglandwirt*innen aufbauen um die aktuellen Herausforderungen und Probleme zu thematisieren.
  • Ich stehe für eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft. Diese Landwirtschaft behandelt Tiere respektvoll, schützt das Klima und die biologische Vielfalt, ermöglicht Landwirt*innen ein auskömmliches Wirtschaften.
  • Ich bin für die Produktion gentechnikfreier Nahrungsmittel, eine pestizidarme Landwirtschaft und regionale Vermarktung.

Innere Sicherheit

  • Polizeipräsenz in der Fläche – ich nehme den Ministerpräsidenten des Landes NRW und seinen Innenminister beim Wort und mich dafür einsetzen, dass insbesondere die Polizeiwache in Lübbecke wieder in der Nacht besetzt ist.
  • Werde ich Landrat, möchte ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten dafür einsetzen, dass die Außenstelle der Kriminalpolizei in Lübbecke wieder besetzt wird.
  • Die Organisation einer Behörde möglichst zu zentralisieren ist in bestimmten Fällen sinnvoll. Bei der Polizei handelt es sich ebenso wie bei der Feuerwehr und dem Gesundheitswesen um öffentliche Daseinsvorsorge. Das bedeutet für einen Flächenkreis, dass insbesondere vor Ort die Polizeipräsenz vorhanden sein muss.
  • Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, den Stellenplan im Kreis Minden-Lübbecke entsprechend zu erhöhen. Es darf nicht sein, dass der Verteilungsschlüssel des Landes scheinbar nur den Kommunen mehr Planstellen bewilligt, in denen die Kriminalitätsstatistik höhere Zahlen ausweist.  Auch im ländlichen Raum ist eine Polizeipräsenz vor Ort erforderlich. Diese Aussage wurde von Seiten aller Landesregierungen immer wieder getroffen.  Ich werde mich dafür einsetzen, damit die Polizei in ausreichendem Maße in allen Teilen des Kreises ihre wertvolle Arbeit  erfüllen kann.
  • Stellenneubesetzungen infolge Pensionierung oder Krankheit sollen zeitnah erfolgen.

Finanzen

  • Ich pflege den Austausch mit dem Kämmerer des Kreises und befasse mich seit über 11 Jahren intensiv mit dem Kreishaushalt. An diesem arbeite ich regelmäßig gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus der grünen Kreistagsfraktion.
  • Die finanzielle Situation des Kreises stellt die Grundlage des politischen Handelns dar. Eine genaue Beobachtung und Steuerung des Kreishaushaltes gehört für mich zu den wichtigsten Aufgaben des Landrates, der Kämmerei und aller Fachbereiche.
  • Der Kreishaushalt umfasst aktuell ein Volumen von über einer halbe Milliarde Euro. Da die Pflichtausgaben des Kreises den mit Abstand größten Anteil des gesamten Haushaltsvolumens ausmachen,  ist bei sämtlichen übrigen Ausgaben eine strenge  Ausgabendisziplin erforderlich.
  • Mehr Transparenz, Austausch und Zusammenarbeit hinsichtlich der Kreisfinanzen ist mit den Kommunen des Kreises erforderlich.

Verwaltung

  • Enge Zusammenarbeit mit den Dezernenten des Kreises und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung ist für mich der Schlüssel zu einem erfolgreichen Landrat. Ich setze mich für ein gutes Betriebsklima ein und werde den Kontakt zum Personalrat pflegen.
  • Eine zentrale Frage der Zukunft wird auch für die Kreisverwaltung die Personalentwicklung und Personalgewinnung sein. Im Rahmen meiner langjährigen Tätigkeit in der Personalentwicklung in einem Betrieb mit 2000 Beschäftigten werde ich großen Wert auf berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises legen. Auch an dieser Stelle gilt für mich der Grundsatz des lebenslangen Lernens.
  • Bei der Personalgewinnung werde ich dafür sorgen, dass die zahlreichen Vorteile einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst mehr als bisher hervorgehoben werden. Mein Ziel ist es, mehr Quereinsteiger für den Dienst in der Kreisverwaltung zu begeistern.
  • Ich werde mich für eine zügige Weiterentwicklung von Online-Portalen für die unterschiedlichen Dienstleistungen der Kreisverwaltung einsetzen.

Senioren

  • Ich setze mich seit vielen Jahren für die Belange der älteren Menschen ein. Diese stellen die größte Bevölkerungsgruppe im Kreis. Dazu gehört meine Mitarbeit im Beirat zur kommunalen Pflegeplanung und Pflegeberatung sowie in der Arbeitsgruppe Pflege.
  • Ich setze mich dafür ein, dass es zukünftig weiterhin möglich sein muss, im Alter in der eigenen Wohnung oder Haus zu leben. Dazu benötigen wir ambulante Pflege und ergänzende Dienste in ausreichendem Maße.
  • Das Zusammenleben verschiedener Generationen im sogenannten Quartier soll gestärkt werden. Maßnahmen dafür werde ich anregen und unterstützen.

Wohnen

  • Ich setze mich für bezahlbaren Wohnraum im Kreis Minden-Lübbecke ein.
  • Ich werde die Möglichkeiten zur Gründung einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft auf Kreisebene prüfen lassen und die Realisierung eines solchen Projekts anstreben.
  • Es geht hierbei vor allem um Menschen mit niedrigem Einkommen und Rentnerinnen und Rentner mit nicht auskömmlicher Rente. Aber auch Arbeitskräfte, Familien und junge Menschen, die aus anderen Regionen zu uns kommen, müssen wir durch gezielten Wohnungsbau, bevorzugt in Baulücken, unterstützen.

Kultur                                                                                                                                                                           

  • Die Förderung von Kunst und Kultur ist eine öffentliche Aufgabe.
  • Als grüner Landrat unterstütze ich eine selbstbestimmte und unabhängige Kulturszene. Ich setze mich dafür ein, dass Kunst und Kultur für alle zugänglich ist. Deshalb will ich die kulturelle Infrastruktur im Kreis Minden-Lübbecke bewahren, sie ausbauen und öffnen.
  • Ich setze mich dafür ein, neben den klassischen Kulturinstitutionen (Theater, Nordwestdeutsche Philharmonie, Museen) auch kleine lokale Initiativen wie freie Theatergruppen, interkulturelle Projekte oder Jugendorchester ausreichend zu fördern.
  • Ich strebe die Einrichtung eines Kulturrates für den Kreis Minden-Lübbecke an. Dieser berät den Kreistag, den Fachausschuss Kultur und die Verwaltung in strategischen Fragen der Kulturpolitik und fördert die Zusammenarbeit zwischen den Kulturschaffenden und den kulturellen Einrichtungen im Kreis Minden-Lübbecke. Auch der Ausgleich der unterschiedlichen Interessen der Akteure im Kreis gehört zu seinen Aufgaben. Der Kulturrat bindet die Kulturakteure in politische Entscheidungsprozesse ein und stärkt damit die demokratische Teilhabe. Die Arbeit des Kulturrates muss interkommunal ansetzen.

Tourismus                                                                                                                                                                   

  • Mein Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus im Kreis Minden-Lübbecke
  • Die Nachfrage nach Reisezielen in Deutschland ist stark gestiegen. Dabei hat der Tourismus ein enormes wirtschaftliches Potenzial, gerade für ländliche Regionen: Mit 6,2 Millionen Beschäftigten werden jährlich mehr als 140 Milliarden Euro in der deutschen Tourismusbranche akkumuliert.
  • Ich mache mich stark für naturnahen Tourismus und ein besseres Image bei Jung und Alt für den Tourismusstandort Minden-Lübbecke.
    • Unsere Naturlandschaft ist als attraktives Tourismusziel zu fördern.
    • Der Wander- und Sporttourismus soll als für den ländlichen Raum besonders naturverträgliche Reiseart vorangebracht werden.
    • Professionelle Image- und Werbekampagnen, die kreisweit abgestimmt werden müssen, sollen entstehen.

Bewerbung Landesgartenschau

  • Der ländliche Raum muss mehr tun, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass in den nächsten Jahren eine Landesgartenschau in den Kreis Minden-Lübbecke kommt. Der Kreis verfügt über beste Voraussetzungen zur Durchführung einer derartigen Schau. Neben einer sehr reizvollen Landschaft verfügen wir über attraktive Städte und zahlreiche als Golddörfer prämierte Ortschaften. Darüber hinaus sind wir wirtschaftlich mit unserem Mittelstand und international agierenden Großunternehmen gut aufgestellt. Diese Aspekte sind besonders wichtig, da eine Landesgartenschau bedeutet: Alle müssen mitmachen.
  • Ich werde eine Projektgruppe initiieren, die eine Bewerbung vorbereiten wird. Zahlreiche Themenfelder bieten sich an. Wie beispielsweise der Bauerngarten früher und heute; zurück zur Selbstversorgung im eigenen Garten; der Wald und das Moor als Erholungs- und Ruheort.
  • Ein wichtiger Aspekt besteht außerdem darin, dass das Land NRW erhebliche Fördermittel für ein derartiges Projekt zur Verfügung stellt. Die dann geschaffene Landesgartenschau-Oase ist langfristig ein Gewinn für den Mühlenkreis.

Bewerbung Nordrhein-Westfalen-Tag

  • Der Nordrhein-Westfalen-Tag, auch kurz NRW-Tag, ist der zweijährlich stattfindende Landesfesttag anlässlich der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen am 23. August 1946.
  • Der NRW-Tag wird von einer Stadt, die vom Landeskabinett ausgewählt wird, durchgeführt.
  • Ich werde mich als Landrat darum bemühen, dass sich eine Kommune des Kreises Minden-Lübbecke beim Land NRW für die Ausrichtung des NRW-Tages bewirbt.

Bewerbung Deutscher Wandertag

  • Ich werde mich als Landrat darum bemühen, dass sich eine oder zwei benachbarte Kommunen des Kreises Minden-Lübbecke beim Deutschen Wanderverband für die Ausrichtung des Deutschen Wandertages bewerben.
  • Der Deutsche Wandertag ist ein jährlich stattfindendes Treffen von Wanderfreunden aus ganz Deutschland. Er wird vom Deutschen Wanderverband organisiert. Er wird jedes Jahr in einer anderen Wanderregion durchgeführt. Die Entscheidung über den Austragungsort trifft die Delegiertenversammlung des Deutschen Wanderverbands.
  • Zu den Deutschen Wandertagen kommen regelmäßig etwa 20.000 bis 30.000 Wanderfreunde in die Austragungsregion. Über sechs Tage, jeweils von Mittwoch bis zum darauffolgenden Montag, findet eine Vielzahl von Wanderungen und kulturellen Veranstaltungen statt. Höhepunkt ist ein Festumzug.

Gegen Rechts

  • Ich spreche mich gegen menschenfeindliche Propaganda, Rechtspopulismus, rechte Gewalt und Rechtsterrorismus aus. Jede Form von Gewalt muss mit allen rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft werden. Die wichtigste Säule im Kampf gegen Rechtsextremismus ist eine starke demokratische Zivilgesellschaft

Inklusion

  • Menschen mit Behinderung sollen gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung leben, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Das ist noch viel zu selten der Fall. Eine inklusive Gesellschaft ist für mich deshalb ein wichtiges Ziel. Inklusion will ich in allen Lebensbereichen voranbringen – von der Schule über den Beruf bis hin zum Sportstadion oder Theater.
  • Bereits vor meiner Kandidatur habe ich die Gründung eines Behindertenbeirats in einer Kommune des Kreises unterstützt.
  • Im Arbeitskreis Sport, gemeinsam mit dem Kreissportbund, unterstütze ich die Aktivitäten zur Gründung eines Paralympics-Leistungsstützpunktes in Bad Oeynhausen.

Flüchtlinge

  • Wer bei uns Asyl beantragt, verdient ein rechtsstaatliches, faires und schnelles Asylverfahren. Die Verfahren dauern immer noch viel zu lange. Die Qualität ist oft schlecht, was zu vielen Klagen führt. Die Menschen brauchen schnell und rechtssicher Klarheit darüber, ob ihr Asylantrag anerkannt wird oder nicht.
  • Die Integration der zu uns Geflüchteten ist noch nicht abgeschlossen, ich will die Willkommenskultur gemeinsam mit vielen Engagierten weiterleben. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe im Kreis Minden-Lübbecke Perspektiven zu schaffen. Gemeinsam gelingt dies zusammen mit den Engagierten, der Zivilgesellschaft und vor allem den Kommunen. Ich wende mich gegen die Entmutigung der vielen Helferinnen und Helfer und die Versuche, Flüchtlingsorganisationen zu behindern.
  • Das lobenswerte Engagement zahlreicher Betriebe im Kreis, Flüchtlinge in ihren Firmen zu beschäftigen, darf durch erschwerte Auflagen nicht länger behindert werden.

Zusammenarbeit mit den Kommunen

  • Neue Formate entwickeln, um gemeinsam die kreisweit notwendigen Herausforderungen zu bewältigen.
  • Dies bedeutet für mich, eine Intensivierung in der Zusammenarbeit der jeweiligen Fachbereiche der Kommunen und des Kreises (z.B. siehe auch bei Finanzen)
  • Den Austausch über interkommunale Sachthemen mit Bürgermeistern und Politikern der Kommunen werde ich intensivieren

Intensivierung der  Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen

  • Zu den weiteren, wichtigen Aufgaben des Landrats gehört für mich eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen innerhalb der Region Ostwestfalen. Auch mit den angrenzenden, niedersächsischen  Kreisen  bedarf es einer guten Kooperation, wie beispielsweise beim Thema ÖPNV.

Zusammenarbeit mit Abgeordneten und Vertretern anderer Parteien

  • Ich setze mich für eine sachorientierte Zusammenarbeit ein, die ich bereits seit Jahren praktiziere. Selbstverständlich gehört es zu demokratischen Prinzipien, dass es auch unterschiedliche Standpunkte gibt. Es ist oft sinnvoll entsprechende Kompromisslösungen zu finden. Durch meine ausgeglichene Art, meine rhetorischen Kenntnisse und meiner Lebenserfahrung bin ich dazu sehr gut in der Lage.

Verbindungen zur Landes- und Bundespolitik

  • Ich verfüge über sehr gute, regelmäßige Kontakte zur Landtagsfraktion der Grünen im Land NRW
  • Ich verfüge über sehr gute Kontakte zur Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und anderen Mitgliedern der Bundestagsfraktion
  • Wichtig sind mir ebenfalls Kontakte und Austauschmöglichkeiten zu Landtags- und Bundestagsabgeordneten anderer Parteien

Der Landrat: Netzwerkarbeiter oder Chef der Verwaltung?

Ich definiere das Aufgabenspektrum des  Landrates neu: Natürlich ist er Vorgesetzter der Kreisverwaltung aber er muss intensive Netzwerkarbeit betreiben. Insbesondere strebe ich eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Kommunen des Kreises, den Bürgermeistern und den Ratsfraktionen an. Auch auf OWL-Ebene sowie Landes- und Bundesebene kann die Zusammenarbeit verstärkt werden.

Zu meiner Person – Zielstrebigkeit und lebenslanges Lernen haben mich geprägt

Meine politischen Erfahrungen

Ich bin seit 30 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv. In dieser Zeit war ich 15 Jahre Ratsmitglied im Stadtrat Lübbecke. Dort war ich neben dem Ratsmandat als  Mitglied im Bauausschuss und im Sozialausschuss tätig. In Lübbecke, meinem Wohnort, bin ich als sachkundiger Bürger seit vielen Jahren Mitglied im Blasheimer Marktausschuss. Ich bin ferner  Vorsitzender des Lübbecker Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen.

Als Kreistagsmitglied im Kreis Minden-Lübbecke bin ich seit 11 Jahren aktiver Mandatsträger. Zu meinem Hauptaufgabengebiet zählt für mich als Gesundheitsexperte seit 2009 die Tätigkeit im Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken und der Sitz im Aufsichtsrat der Auguste-Viktoria-Klinik Bad Oeynhausen. Ich bin ferner Mitglied des Kreisausschusses, im Beirat Pflegeplanung und Pflegeberatung, in der Arbeitsgruppe Pflege, im Polizeibeirat, in Verbandsversammlung der Sparkasse Minden-Lübbecke und im Arbeitskreis Sport

Mein beruflicher Werdegang

Beruflich habe ich mit einer Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der Innungskrankenkasse Hannover begonnen. Danach habe ich die einjährige Ausbildung zum Krankenpflegehelfer, danach die Ausbildung zum Krankenpfleger und anschließend die Fachweiterbildung zum staatlich anerkannten Fachkrankenpfleger in der Intensivpflege und Anästhesie absolviert. Mit dieser Qualifikation habe ich mehrere Jahre eine Intensivstation und eine angegliederte Notaufnahme geleitet. Nach dem Studium der Pflegepädagogik habe ich an der Krankenpflegeschule am Krankenhaus Lübbecke Krankenschwestern ausgebildet.

Ab dem Jahr 1993 habe ich 10 Jahre eine staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte für die Fachweiterbildung von Intensiv-, Anästhesie- und OP-Pflegepersonal in Ostwestfalen geleitet. Danach war ich in einem Krankenhaus der Maximalversorgung in der Personalentwicklung / innerbetrieblichen Fortbildung für 2000 Beschäftigte tätig. Im  Rahmen dieser Stabsstelle habe ich diverse Qualitätssicherungsmaßnahmen, Zertifzierungen nach DIN EN ISO 9001 als Auditor und Geschäftsberichte erfolgreich realisiert. In dieser Zeit habe ich eine Ausbildung zum Ethikberater der deutschen Gesellschaft für Ethik in der Medizin absolviert und ein Ethik-Komitee gemeinsam mit anderen Gesundheitsexperten aufgebaut.

Das bin ich:

  • Geboren 1953 in Hannover, verheiratet, drei Kinder
  • Fachkrankenpfleger Intensiv- u. Anästhesiepflege
  • Fachlehrer für Berufe im Gesundheitswesen
  • Qualitätsmanager im Gesundheitswesen / DIN EN ISO 9001
  • Ethikberater der Deutschen Gesellschaft für Ethik in der Medizin

Mitgliedschaften in Vereinen und  Verbänden:

Fachverband Medienabhängigkeit e.V.

  • Club von 1841
  • BSC Blasheim
  • Heimatverein Obermehnen
  • Freunde alter Fahrzeuge Lübbecke e.V.
  • Mikro Minden e.V.
  • Freunde des Krankenhauses Lübbecke e.V.