GRÜNE wollen Öko-Modellregion für Minden-Lübbecke

 

Der Kreis Minden-Lübbecke soll Öko-Modellregion werden. Die Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt für den nächsten Kreisausschuss am 26.04.2021 eine Abstimmung zur Teilnahme am Förderprogramm Öko-Modellregion.


Um den Ökolandbau in NRW zu stärken will Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser in diesem Jahr Öko-Modellregionen ausweisen. Dort sollen Wertschöpfungsketten gezielt gestärkt und alle gesellschaftlichen Gruppen einbezogen werden.

 

„Das ist eine Chance für Minden-Lübbecke sich als Öko-Modellregion zu bewerben. Jede Modellregion bekommt dann einen Berater finanziert, der sich vor Ort um die Koordinierung und Netzwerkarbeit für eine nachhaltige Landwirtschaft kümmert. Es kann hiermit auch bäuerlichen Familienbetrieben eine wirtschaftliche Perspektive eröffnet werden, welche der Sektor des ökologischen Landbaus bietet. Wichtig ist es die Vermarktungsstrukturen zu verbessern und die Nachfrage weiter zu beleben, denn nur so haben kleinbäuerliche Betriebe die Chance zu überleben. Auch die Verarbeitungs- und Direkt-vermarktungsstrukturen im Zusammen-spiel mit der heimischen Landwirtschaft, dem örtlichen Lebensmitteleinzelhandel sowie den vielfältigen gastronomischen und touristischen Angeboten können gestärkt werden“, sagt Cornelia Schmelzer, Kreistagsfraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Minden-Lübbecke.

 

„Mit einer Öko-Modellregion verpflichten sich Kommunen, Akteurinnen und Akteure den Weg zu mehr Ökolandbau zu beschreiten. Derzeit ist NRW bundesweit Schlusslicht beim Ökolandbau. Die Landesregierung NRW will deshalb den Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen ausweiten. Bislang werden in NRW nur 6 % der Agrarflächen ökologisch be-wirtschaftet. Die Landesregierung von NRW verfolgt nunmehr das Ziel, diesen bis 2030 auf 20 Prozent zu steigern. Der Kreis Minden-Lübbecke hat eine Bioanbaufläche von ca. 2.200 ha und ebenso Nachholbedarf“, so Petra Walter-Bußmann, grüne Kreistagsabgeordnete.

 

Somit ist ein Wandel zu einer nachhaltigen, flächengebundenen Wirtschaftsweise, wie sie auch im ökologischen Landbau verankert ist, jetzt dringender denn je. Vorbild für Nordrhein-Westfalen können dabei Bayern und Baden-Württemberg sein, wo schon heute mehr Direktver-marktung, auch aus ökologischem Landbau, selbstverständlich ist.

 

„Die Corona-Pandemie macht es bei uns im Kreis Minden-Lübbecke überdeutlich: Im Kreis Minden-Lübbecke erzeugen Biobetriebe in-zwischen einen beachtlichen Teil Lebensmittel nach biologischen Kriterien. Und die Verbraucher setzen immer stärker auf bio und regionale Produkte. Sie sind auch bereit, die aus biologischem Anbau stammenden Lebensmittel der Region angemessen zu bezahlen. Denn sie wissen, Ökolandbau bietet den schonendsten Umgang mit der Umwelt und dem Klima. Boden, Wasser und Luft werden geringer belastet und es gelten die höchsten Standards beim Tierwohl. Das zeigt uns: Bio und Regional ist das Gebot der Stunde“, sagt Cornelia Schmelzer.

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