Globale Gerechtigkeit

Die derzeitige Corona-Pandemie macht deutlich: globale Krisen machen vor Grenzen keinen Halt. Ob Corona oder die Klimakrise, globale Krisen erfordern globale Antworten. Diese Krisen treffen uns alle, aber sie treffen uns unterschiedlich hart. Die Krisengewinner sind dabei oft diejenigen, die eh schon privilegierter sind.

 

Eine GRÜNE Zukunft geht deswegen nur gemeinsam.

In einer globalisierten Welt wirkt sich jede nationale Entscheidung international aus, staatliche Alleingänge sind daher weder solidarisch, noch sind sie zielführend.

 

GRÜNE Entwicklungspolitik versteht sich von jeher als Anwältin der Armen und unterstützt ihr Recht auf selbstbestimmte Entwicklung. Diese Selbstbestimmung, die weltweite Achtung der Menschenrechte und die Einhaltung der Umwelt- und Klimaschutzabkommen sind dabei immer unser Kompass. Dieser Kompass besitzt für mich eine hohe Bedeutung, denn Entwicklungspolitik funktioniert nur auf Augenhöhe.

 

Armut muss dabei als strukturelles Problem verstanden und bekämpft werden, Korruption muss eingedämmt und Finanzströme müssen transparent gemacht werden. Es wird Zeit, dass global tätige Unternehmen dort Steuern zahlen müssen, wo sie produzieren und Gewinne machen. Im Jahr 2017 verfügten acht Männer über mehr Vermögen, als die Hälfte der Weltbevölkerung und ihr Vermögen steigt stetig. Das darf nicht so bleiben, denn die Kluft zwischen Arm und Reich, Teilhabenden und Ausgeschlossenen wird immer größer und führt zu immer mehr Konflikten und Gewalt.

 

Entwicklung und Armutsbekämpfung ist nur möglich, wenn wir die Klimakrise und das Artensterben aufhalten, indem wir die Ressourcen unseres Planeten schonen und unsere ökologischen Lebensgrundlagen achten und erhalten.

GRÜNE Entwicklungspolitik berücksichtigt dabei auch eine radikale Transformation des Wirtschafts- und Finanzsystems, das die aktuellen Produktion- und Konsummuster konsequent hinterfragt. Wir alle können hier einen Beitrag leisten. Zum einen indem wir fair, ökologisch und sozial konsumieren. Zum anderen indem wir uns aktiv für den Umweltschutz engagieren.

 

Ich freue mich zu sehen, dass sich in Minden-Lübbecke bereits viele engagierte Menschen im Mindener Nachhaltigkeitsnetzwerk für das Motto „Global denken – lokal handeln – für ein gutes Leben für alle!“ einsetzen. Solche Formate und auch Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche zum Thema Globale Gerechtigkeit müssen wir fördern. 

 

Nur so können wir dafür sorgen, dass wir nicht weiterhin auf Kosten nachfolgender Generationen leben – auch in unserem schönen Mühlenkreis.

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