Schutzäcker für Wildkräuter

Die Kreistagsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU haben die Anlegung und Förderung von Schutzäckern für Ackerwildkräuter beantragt.
 

„Auf kreiseigenen landwirtschaftlichen Flächen sollen mehr Maßnahmen zur Förde- rung der Biodiversität umgesetzt werden. Dabei richten wir ein besonderes Augen- merk auf den Schutz von Ackerwildkräutern, Insekten und Kleinsäugern. Entspre- chende Förderprogramme, wie zum Beispiel das Kulturlandschaftsprogramm, sollen dafür genutzt werden. Denn seit Jahren steht eine Vielzahl von Acker- und Wildkräu- tern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Und so gehören auch viele Insekten und Tierarten wie Rebhuhn und Feldlerche zu den bedrohten Tierarten. Wir wollen ein stärkeres Vorgehen gegen den weiter fortschreitenden Verlust der biologischen Vielfalt. Denn der Artenverlust ist neben dem Klimawandel die größte Bedrohung für uns“, sagt Cornelia Schmelzer, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag Min- den-Lübbecke.

„Durch eine extensive Bewirtschaftung, sowie durch eine zurückhaltende Bodenbear- beitung bei Aussaat und Ernte können so Ackerflächen wieder ihre natürlichen Le- bensraumfunktionen erfüllen. Dabei setzen wir auf eine artenreiche Kulturlandschaft. So sollen ausgewählte kreiseigene Ackerflächen auf freiwilliger Basis durch ange- passte Pachtvereinbarungen in sogenannte Schutzäcker umgewandelt werden. Da- für sollen nach Möglichkeit das Kreiskulturlandschaftsprogramm oder andere Um- welt-Agrarprogramme genutzt werden. So sind im Rahmen des Vertragsnaturschut- zes ausgewählte Flächen unter Berücksichtigung verschiedener Bewirtschaftungs- auflagen extensiv zu bewirtschaften. Grenzertragsflächen sollen hier bevorzugt wer- den“, erklärt Detlef Beckschewe, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Minden- Lübbecke.

„Ziel ist es langfristig gemeinsam mit der Landwirtschaft und den kreisangehörigen Kommunen auch mittels geeigneter Förderprogramme Schutzäcker anzulegen. Da- bei ist es sinnvoll die Maßnahmen in Form von botanischen Kartierungen zu beurtei- len und auszuwerten. Artenvielfalt braucht intakte, weitläufige und vernetzte Lebens- räume, auch um eine genetische Verarmung einzelner Arten zu vermeiden“, sagt Holger Hansing, grünes stellvertretendes Mitglied im Ausschusses für Umwelt, Natur- schutz, Klima und Energie.

„Mit dem Vertragsnaturschutzprogramm wollen wir die nachhaltige Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts sichern und verbessern, sowie die Lebensräume und Lebensge- meinschaften der heimischen Tier- und Pflanzenwelt erhalten. So tragen wir dem Grundgedanken einer Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft Rech- nung. Für die Landwirtschaft ergeben sich somit auch weitere Einkommensmöglich- keiten insbesondere für ertragsarme Äcker“, sagt Alfred Borgmann, CDU-Kreistags- mitglied.

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